Touristensaison

Die Touristensaison in Keramoti dauert mindestens ein Monat länger als die auf der Insel Thassos und ist ganze zwei-drei Monate länger als die Saison am Schwarzen Meer in Bulgarien. Hier ist das Wetter im Mai so schön wie an der bulgarischen Meerküste im Juni, beziehungsweise im Oktober – wie dort im September. Im Juni und September genießt man in Keramoti Temperaturen, die mit diesen im Juli und August an der Schwarzmeerküste vergleichbar sind.

Während der Hochsaison (Juli und August) ist das Wetter recht heiß (35-37˚C in der Regel) und die Preise natürlich wesentlich höher. Deswegen soll man sich von den herkömmlichen Stereotypen nicht leiten lassen, eben genau in diesen Monaten den Urlaub zu verbringen. Im Juni oder September ist viel billiger und angenehmer. Der Oktober wäre dann die paradiesische Urlaubszeit für die ruhigen Typen und für die Menschen im Rentenalter bei Temperaturen um die 25-26˚C, milde steichelnde Herbstsonne und angenehme Temperatur des Meerwassers, in welchem die Heimischen sogar im Novermber zu baden pflegen.

Mehr Einzelheiten über das Wetter in Keramoti können Sie hier finden.

Alternativer Tourismus

Keramoti ist der ideale Ort für die Anhänger des alternativen Tourismus. In den großen Liman in der Nähe der Siedlung mündet der Fluss Nestos (oder Bulgarisch Mesta) . Die Nestos-Schlucht und die vielen kleinen oder großen Lagunen, Seen und Moorteiche tragen dazu bei, dass die Region eine große Anziehungskraft auf all die Touristen ausübt, die sich für Ekotourismus, Ornithologie und Extremsprorten interessieren. Die Region des Nestus-Deltas, auch Kodza Orman („der große Wald“ - türkisch) genannt, ist eine der größten Regionen mit Feuchwäldern (Longosen) in ganz Griechenland. In der Vergangenheit ist ein erheblicher Teil davon durch die menschliche Täzigkeit vernichtet worden – viele der Delta-Verzweigungen sind abgeriegelt worden, so dass der Fluss in einen Hauptarm gezwungen worden ist.

Heute steht das Gebiet unter dem Schutz der Ramsar Konvention und der „Natura 2000“ und örtliche nichtstaatliche Organisationen versuchen, verschiedene Projekte zu starten, um sein Urbild wiederherzustellen. Ein Projekt dieser Art ist z. B. dieses, wodurch auf 60 ha Fläche neue Wälder mit landschaftstypischen Baumarten und Sträuchern gepflanzt worden sind. Ein anderes bezweckt die Verbindung des Hauptflussbeckens mit den in der Vergangenheit abgeriegelten Flussarmen.

Das Nestus-Delta – das ca. 550 km2 grosse Gebiet, das der Fluß auf seinem Verlauf von Bulgarien kommend schuf, gilt als einer der wichtigster Feuchtgebiete Europas und ist heute auch ein Teil des vor kurzem entstandenen Nationalparks „Östliches Makedonien und Thrakien“. Der Nationalpark hat insresamt eine Fläche von ungefähr 1100 km2 und umfasst die Region von Kavala bis zur Präfektur Rodopi. Auf dem Territorium des Parks gibt es noch 2 große und 18 kleine Süßwasserseen, 22 Süßlagunen und Salzwasserlagunen mit riesigen Salzwassermoorteichen und Schilfbetten, sowie 50 km Strand mit Sanddünen. Die Lagunen bei Porto Lagos und der Vistonida-See, die Lagunen entlang der Küste bei Eratino und Agiasma und das Nestos-Delta selbst sind ein wahrhaftes Paradies für jeden Liebhaber der Flora- und Faunawelt. Hier zählt man über 320 Vogelarten, darunter seltene und naturgeschützte Arten, seltene Arten von Adlern, Ibissen, Reiher, Pelikanen und verschiedene andere Wasservögel, sowie die weitgehend beständige Population von über 5000 Rosaflamingos. Es gibt auch viele Schildkröten, Schlangen, Fischotter, Schmetterlinge und zahlreiche andere Insekten arten. Die Flora an der Nestos Schlucht is nicht weniger faszinierend – neben den dichten Feuchtwäldern sind wunderschöne Orhideen und zahreiche andere Pflanzenarten zu sehen.

Ein Besuch in der Nestos Schlucht und an den Ufern und Auen dieses Flusses lohnt sich nicht nur für Natur Freunde. Für diejenigen, die vor Energie strotzen und die Bewegung lieben, bieten einige Touroperatoren Rafting, Kayak, Pferdereiten und Felsbesteigungen. Die Anhänger des Ekotourismus können 7-8 km entlang des Nestus auf einem Ekopfad zurücklegen, der direkt in das Felsgestein gebrochen ist – ein Erbe von den Erbauern der alten Eisenbahnlinie, auf der heute der berühmte „Orient Expres“ fährt.

Für die Naturliebhaber ist das Nestus-Delta ein wahrer Schatz – die Denivelation zwischen dem Fluss und den Felsen beträgt stellenweise 1000 m. Das ist der Grund, weswegen dort viele verschiedene Waldarten gedeihen – Mittelmeer-, Feucht-, Bergwälder usw., die die große Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten ermöglichen. Vorher empfiehlt sich ein Besuch im Nestos Information Center, das einen ganz guten Überblick über die Naturschätze der Gegend und ausreichende Informationmaterialien bietet.






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